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70 Jahre "Tag der Befreiung"

Friedensgebet am 8. Mai, 12 Uhr, Kreuzkirche

06.05.2015

Die Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Michael Sanderling unterbricht für die Zeit der Andacht ihre Probe für das am Abend, 19.30 Uhr in der Kreuzkirche stattfindende Konzert. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, am Gebet teil zunehmen.

Vor 70 Jahren, am 08. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg. Die Nagelkreuzgemeinschaft Deutschland e. V. gab den Impuls dafür, bundesweit in allen Nagelkreuzzentren das wöchentliche Freitagsgebet für Frieden und Versöhnung und den „Tag der Befreiung“ aufeinander zu beziehen. Die Andachten sind an die jeweils spezifischen Gegebenheiten und besonderen geschichtlichen Erinnerungen der Nagelkreuzzentren vor Ort angepasst. Eröffnung, Versöhnungslitanei, Gebet (mit dem eigens für diesen Anlass entstandenen Kyrie-Ruf) und Segen hingegen verbinden die beteiligten Nagelkreuzzentren an diesem Tag miteinander und auch mit der Kathedrale von Coventry.

Die Kreuzkirche war in den 80iger Jahren ein zentraler Ort der Friedensbewegung in der DDR: Unter Christof Ziemer, dem herausragenden Pfarrer an der Kreuzkirche, Superintendenten des Kirchenbezirks Dresden Mitte sowie Berater der „Gruppe der 20", fand in ihr die Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung statt.

Bis heute spielt die Versöhnungsarbeit hier eine wichtige Rolle: Die Kirche bewahrt seit 1986 ein Nagelkreuz von Coventry und ist eines von vier Dresdner Nagelkreuzzentren. Daher findet freitags um 12 Uhr in der Schützkapelle ein Gebet für Frieden und Versöhnung nach der Litanei von Coventry statt. Es verbindet die Kirche u. a. mit der Laurenskerk in Rotterdam, mit deren Gemeinde eine Partnerschaft besteht.