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Kerzen,Gebete,Gespräche - Zeichen f. Menschenwürde

Mahnwachen am 6. 2.: Neumarkt und Neustädter Markt

01.02.2016

Die Gebetsglocke der Frauenkirche läutet um 13.30, 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr Andachten am Lutherdenkmal ein. Mit diesen Andachten, mit Kerzen und in persönlichen Gesprächen soll ein Zeichen für die Würde eines jeden Menschen gesetzt werden, ganz gleich welcher Nationalität er angehört.

Ähnliches passiert auch am Neustädter Markt. In einem Aufruf des Kirchenbezirksvorstandes Dresden Nord für die Kundgebung am Goldenen Reiter heißt es: „Wir stehen für eine Kultur der Hilfe für Flüchtlinge weltweit und vor Ort und wollen an die notwendige Friedensperspektive für unsere Welt erinnern.“

Hier der Wortlaut des Aufrufs:

Wir laden zu einer Kundgebung für Sonnabend, den 6. Februar, 14.00 – 18.00 Uhr in Dresden, auf dem Neustädter Markt (Goldener Reiter) ein.

Sie steht unter dem Motto:
„Licht an für Menschlichkeit“

Mit Kerzen, Gebeten und in persönlichen Gesprächen möchten wir ein Zeichen für die Würde eines jeden Menschen setzen, ganz gleich welcher Nation er angehört.
Wir stehen für eine Kultur der Hilfe für Flüchtlinge weltweit und vor Ort und wollen an die notwendige Friedensperspektive für unsere Welt erinnern.

Dass es eine gesellschaftliche Diskussion über die Aufnahme von Flüchtlingen und damit zusammenhängende Probleme gibt, über die Fluchtursachen, die Integrationsfähigkeit und kulturelle Differenzen, ist ein selbstverständlicher Teil einer demokratischen Streitkultur. Diese Streitkultur braucht die Friedfertigkeit und den Respekt der Beteiligten.

Aber wir nehmen wahr, dass sich in zunehmendem Maße Feindbilder und Hass auf ganze Menschengruppen verfestigen; auf Flüchtlinge, Politiker, Journalisten und andere. Wir nehmen eine Verrohung der Sprache zur Kenntnis und eine Rhetorik, die den Boden bereitet für Gewalt. Wir befürchten einen erstarkenden Nationalismus, der nicht nach einer positiven kulturellen Identität fragt, sondern andere Kulturen und Religionen abwertet.

Mit unserer Kundgebung wollen wir unserem Willen zu einer respektvollen, friedlichen und offenen Kultur des Miteinanders Ausdruck verleihen, in dem jede und jeder zuerst als Mensch geachtet wird.

Dresden, den 27.01.2016
Kirchenbezirksvorstand des Ev.-Luth. Kirchenbezirkes Dresden Nord